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1939 - 1956
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Persönliches und Frauenpolitisches
14. Februar 1939: Johanna Dohnal, geb. Diez, wird in Wien - unehelich geboren. Sie wächst bei ihrer Großmutter, einer Schneiderin, auf. In Penzing, dem 14. Wiener Gemeindebezirk. Das Geld reicht nur für das Allernötigste. Wiederholte Verschickungen in Kinderheime, da Johannas Mutter Tuberkulose hatte.
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Zeitgeschichtliches
1939: Österreich ist seit 12. März 1938 kein eigener Staat, sondern die Ostmark des nationalsozialistischen Deutschen Reiches. Charakteristisch für die nationalsozialistische Ideologie und Gesetzgebung sind unter anderem die Idealisierung der Hausfrauen- und Mutterrolle und die Forcierung "arischer" Bevölkerungspolitik: • Ausdehnung der Nürnberger Gesetze auf Österreich • Entlassung aller Beamtinnen, die von ihrer Familien erhalten werden können • Verbot der Werbung für empfängnisverhütende Mittel • Strafsteuersatz für Ehepaare, die nach fünf Jahren Ehe noch kein Kind haben • Beschränkung der Zulassung von Mädchen an Gymnasien. Gezielter Ausbau der Hauswirtschaftsschulen und der Lehranstalten für wirtschaftliche Frauenberufe
1. September 1939: Deutschland greift Polen an. Der Zweite Weltkrieg beginnt. Insgesamt kommen durch den Zweiten Weltkrieg 52 Millionen Menschen ums Leben oder werden infolge des Rassenwahns des NS-Regimes systematisch ermordet.
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1945 - 1949: Besuch der Volksschule Diesterweggasse. Lesen wird schon bald Johannas Lieblingsbeschäftigung.
1949 - 1953: Besuch der Hauptschule Gurkgasse.
1953: Beginn einer Lehrausbildung als Industriekaufmann in einer Kunstharzpresserei im 7. Wiener Gemeindebezirk. Eine weitere Schulausbildung ist nicht zu finanzieren. Nach Abschluss der Lehre bleibt Johanna Diez weitere fünf Jahre in dem Betrieb.
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8. Mai 1945: Offizielles Kriegsende. Österreich ist wieder ein eigener Staat, bleibt jedoch bis 1955 von alliierten Truppen besetzt. Infolge der Luftangriffe sind allein in Penzing, dem 14. Wiener Gemeindebezirk, fast 4.000 Wohnungen ganz oder teilweise zerstört.
25. November 1945: Erste Nationalratswahlen der Zweiten Republik. Bildung einer Kozentrationsregierung (ÖVP-SPÖ-KPÖ). Danach bilden die beiden Großparteien ÖVP und SPÖ bis 1966 Koalitionsregierungen, in denen die ÖVP den Kanzler und die SPÖ den Vizekanzler stellt. Alle diese Regierungen bestehen ausschließlich aus Männern.
Juni 1950: Abschaffung der Todesstrafe
November 1951: Justizminister Otto Tschadek (SPÖ) versucht, das in weiten Teilen aus dem Jahr 1811(!) stammende Familienrecht in Richtung Partnerschaft von Mann und Frau zu reformieren. Er stößt jedoch auf erbitterten Widerstand der ÖVP und der katholischen Kirche, da diese die Meinung vertreten, die gottgewollte Ordnung müsse berücksichtigt und daher die Stellung des Mannes als Oberhaupt der Familie erhalten bleiben.
19. 12.1952: Das letzte Teilstück der Westbahnstrecke (Wien - Amstetten) wird elektrifiziert.
1. Mai 1953: Abschaffung der Lebensmittelkarten.
Ab 1953: Die Geburtenrate steigt bis einschließlich 1963 deutlich an (um ca. 30 %). Auch die Zahl der Eheschließungen ist in den späten fünfziger und frühen sechziger Jahren höher als je zuvor und danach. Von den zwischen 1936 und 1945 geborenen Frauen heiraten mehr als 90 Prozent.
15. Mai 1955: Unterzeichnung des Staatsvertrages durch die Außenminister der USA, Englands, Frankreichs, der Sowjetunion und Österreichs. Österreich ist wieder ein souveräner Staat.
25. Oktober 1955: Abzug der letzten Besatzungssoldaten.
26. Oktober 1955: Beschluss des Bundesverfassungsgesetzes über die Neutralität Österreichs durch den Nationalrat Österreich erklärt seine immerwährende Neutralität und verpflichtet sich, diese mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu verteidigen. Letzteres dient als Begründung für die lange Zeit kontroversiell diskutierte Aufstellung eines österreichischen Bundesheeres.
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